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[Review] Unfinished

Wenn Yoshihiro Nishimura (Kodoku: Meatball Machine, Tokyo Gore Police) an einem Film beteiligt ist, weckt das doch direkt Interesse. Er hat zusammen mit Yūki Kobayashi, Kiyoto Naruse und Yūgo Sakamoto bei der Serie „Unfinished“ Regie geführt und auch diesen gleichnamigen Film inszeniert. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken handelt es sich hierbei nicht um Horror/Fantasy/Science-Fiction, sondern um ein mehr realistisches Yakuza-Action-Spektakel. Splatter gibt es aber genau so!

Die Serie habe ich zwar nicht gesehen, den Film „Unfinished“ kann ich aber guten Gewissens als eigenständig bezeichnen, zumindest haben mir keine Informationen zum Verständnis gefehlt. Der Film hat einen Anfang und ein Ende und wirkt abgeschlossen. Auch wenn Action, Splatter und verrückte Einfälle im Mittelpunkt stehen, ist die Story relativ vielschichtig und spannend. Es geht um den Studenten Ryō, der in einem kleinen Club etwas Haschisch klaut und dabei zufällig an die Yakuza gerät. Als sie ihn erwischen, muss er für sie einen Auftrag erledigen und schon ist er mitten drin in einem Krieg verfeindeter Yakuza Clans. Dabei hast er diese Leute eigentlich. Schaft er es da wieder raus zu kommen?

Während die Story mit ihren vielen verrückten Charakteren nicht sehr tiefgängig aber unterhaltsam ist, kann der Film durch seine Machart insgesamt enorm punkten. Der Film ist wie ein Punkrock-Song inszeniert der versucht absichtlich alle Regeln zu ignorieren. Bei der Kamera und beim Schnitt bekommt man eine wilde Mischung serviert. Mal sind die Bilder mit wackeliger Handkamera aufgenommen, dann wieder ganz ruhig. Mal kommen Junp Cuts zum Einsatz, dann wird vorgespult inklusive Donald Duck Stimmen. Wenn der Abspann gerade begonnen hat und man denkt „schade dass die Geschichte nicht abgeschlossen ist“ spult der Abspann auf einmal zurück, und es geht nochmal ein ganzes Stück weiter. Die Musikuntermalung bietet Punk, Hiphop und Klassik. Dazu ist das Ganze noch mit heftigstem Splatter garniert. Es fängt mit kleinen Gewaltausbrüchen an und steigert sich enorm, bis hin zum Kampf im Blutregen. Die Splattereffekte sind krass und kreativ aber auch überhöht und dadurch witzig. Schießereien, Kämpfe, Gedärme, Sex, missgebildete Menschen… all das findet man in diesem wahnsinnigen, wilden Film.

Und die Mischung funktioniert und zwar ganz hervorragend! Trotz seiner humorvollen Einlagen wird der Film auch nicht zu lächerlich. Freunde von verrückter Action und Splatter kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten!

Fazit: Wahnsinniger, wilder Mix aus Yakuza-Action und Splatter. Sehr gut!

Der Film lief beim JFFH 2020.

Filminfo:
OT: すじぼり; Japan 2019; Regie: Yuki Kobayashi, Kiyoto Naruse, Yūgo Sakamoto, Yoshihiro Nishimura

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.

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