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[Bericht] Blood Feast

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. This post has been viewed 78 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  FlediDon vor 3 Monate. This post has been viewed 78 times

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    FlediDon
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    blood_feast

    Link zum original Beitrag: [Bericht] Blood Feast

    Ein Bericht über das Zeitgeschehen:

    Hershell Gorden Lewis inszenierte 1963 den ersten Splatterfilm der Geschichte: Blood Feast. Auf deutsch bedeutet der Titel etwa „blutiges Festmahl“. Dabei ist Splatter ja gar kein richtiges Genre, sondern nur eine Art Unterkategorie. Aber egal ob es sich um einen Thriller-, Horror- oder einen Actionfilm handelt: wenn der Fokus auf besonders blutigen Spezialeffekten, auf dem grausamen Töten, Zerstückeln und so weiter liegt, spricht man von Splatter. „Blood Feast“ war wie gesagt der erste Film dieser Art, eine Mischung aus Horror und Thriller mit einem Killer der seine Opfer auf bestialische Wiese abschlachtet. Die Idee von den Machern war: wie kann man mit einem billigen Film möglichst viel Aufmerksamkeit erregen und somit Gewinn generieren? Vorher hatte Hershell Gorden Lewis billige Erotikfilmchen gemacht, zunehmend aber Probleme mit den Zensurbehörden bekommen.

    Und darum geht es: eine reiche Frau will eine riesen Party zum Geburtstag ihrer Tochter veranstalten. Zu diesem Zweck wendet sie sich an Fuad Ramses, den Inhaber eines Party Services, der ihren Gästen ein Festmahl liefern soll. Was sie nicht weiß: Fuad Ramses ist Anhänger eines alten ägyptischen Kultes und bereitet das Festmahl aus Leichenteilen vor…

    Der Film ist mit Thriller-, Horror- und Slasherelementen umgesetzt und erinnert vom Aufbau durchaus an Psycho, kommt aber von der Qualität nicht im entferntesten an diesen heran. Alles ist, von den Kostümen, über die Kulissen und so weiter ziemlich billig gemacht. Auch die Schauspieler fallen mehr durch Overacting als durch gute Schauspielleistungen auf. Die Splattereffekte selbst sind ebenfalls sehr einfach gemacht, oft sieht man nur wie jemand ausholt und anschließend einen Schnitt auf rote Matschepampe als Ergebnis. Da dies aber der erste Film ist der solche blutigen Effekte in solchem Umfang präsentiert, kann man das gern verzeihen.

    Auch mit Spannung oder Grusel kann der Film nicht gerade punkten, auf seine trashige Art und Weise ist er aber schon sehr unterhaltsam. Durch die gelungene Musikuntermalung und den hypnotisierenden Blick des Bösewichts, wird eine seltsame Atmosphäre geschaffen, die durchaus ihren Reiz hat. Und natürlich ist dieses Machwerk aus filmhistorischer Sicht interessant.

    Zu einer späten Ehrung kam der Film in Deutschland, als er nach über 40 Jahren beschlagnahmt wurde. Dass der Film, dessen Effekte heute eher lächerlich wirken, erst dadurch umso berüchtigter wurde, muss den Verantwortlichen ja eigentlich klar gewesen sein. So erschien auch 2018 erstmals ein Mediabook des Films mit einer neuen „Retro“-Synchro, die gelungenerweise „alt“ klingt.

    Das gleichnamige Remake von Marcel Walz erscheint demnächst in Deutschland, erstmal aber nur gekürzt. Ob eine spätere ungekürzte Fassung vielleicht auch durch eine Beschlagnahmung geadelt wird, steht noch in den Sternen.

    Fazit: An sich kein guter Film aber aus historischer Sicht und auf eine trashige Art und Weise kult.

    Filminfo:
    OT: Blood Feast; USA 1963; Regie: Herschell Gordon Lewis; Darsteller: William Kerwin, Connie Mason, Mal Arnold, …

    Bildquelle: https://www.imdb.com/title/tt0056875/mediaviewer/rm2646084096

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