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Black Past (Olaf Ittenbach)

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. This post has been viewed 195 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  FlediDon vor 10 Monate, 2 Wochen. This post has been viewed 195 times

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    FlediDon
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    Der erste Film von Olaf Ittenbach, 1989 entstanden als Projekt zusammen mit seinen Freunden Müller, Arbter und Stryi, kurz IMAS. Der Legende nach war es niemals geplant diesen Film zu veröffentlichen. Als der Film dem Magazin „Splatting Image“ in die Hände fiel, erlangte er allerdings Berühmtheit in der Horror Szene, vor allem aufgrund der überdurchschnittlich harten Splattereffekte. Obwohl der Film sichtlich eine Billig- und Amateurproduktion war, waren die Bluteffekte von einer handwerklichen Qualität wie man sie bis dahin eher von Tom Savini oder aus Lucio Fulci Filmen kannte. Nebenbei konnte der Film aber auch noch gut unterhalten! Somit erlangte Olaf Ittenbach seinen Ruf vom „Master of Gore“ den er auch heute noch inne hat. Denn: hätten seine Filme außer Splatter nichts zu bieten, gäbe es nicht so viele Fans.

    Die Story ist übersichtlich und stellenweise inspiriert von verschiedenen Horrorklassikern wie „Tanz der Teufel“, ist aber eigenständig genug um nicht einfach ein Plagiat zu sein. Thomy, ein durchschnittlicher Schüler, findet auf seinem Dachboden in einer Truhe einen Spiegel und ein Tagebuch. Er findet den Spiegel ganz ansehnlich und hängt ihn in sein Zimmer. Leider stellt sich für Thomy heraus dass der Spiegel verflucht ist. Zum Glück für den Zuschauer. Als erstes wird seine Freundin verflucht, dann wird er selbst zum Monster und bringt schließlich alle um die ihm in die Quere kommen.

    In den Handlungszenen ist der Film meist unfreiwillig komisch, nicht zuletzt aufgrund der bayrischen Synchronisation, der geistreichen Dialoge, der kaum vorhandenen schauspielerischen Talente und der unlogischen, überspitzten Handlungen. Zum Beispiel sitzen Thomys Vater und seine 2 Schwestern am Frühstückstisch. Vater fragt in die Runde: „Wo ist eigentlich Thomy, der muss doch in die Schule!“, Schwester: „Ach, der schläft noch. Hat bestimmt wieder gesoffen der Penner.“ Darauf kommt Thommy in die Küche, greift sich eine Flasche Schnaps aus dem Schrank, kippt den letzten Rest in den Kaffe seines Vaters und trinkt das ganze aus.  😀 😀  😀

    Solche Szenen sind einfach zum schreien komisch und lassen typisches Trash/Amateurfeeling aufkommen. Die Hauptfigur Thomy wird dabei von Olaf Ittenbach selbst dargestellt. Dies ist auch die einzige Schauspielerische Leistung die man im Film auf unterster Ebene anerkennen kann. Der Rest der Darsteller sind halt einfach nur quasi Statisten die auch mal einen Satz sagen müssen. Sympathisch sind sie aber alle.

    Im Gegensatz dazu stehen die Horrorszenen: am Anfang in Form von Alpträumen, später als „reales“ Massaker, sind diese Szenen von der Beleuchtung und Musik her äußerst atmosphärisch und spannend! Ja, sie sind richtig professionell. Untermalt werden sie, wie Eingangs schon erwähnt, von ultraharten Effekten die ihres gleichen Suchen! Ich kenne einiges an harten Filmen (wenn auch sicher nicht alles) und neben Japan Sickos wie „Guinea Pig 2“ und aktuellen ultraharten französischen Splattern wie „Martyrs“ sind die Olaf Ittenbach Filme und insbesondere Black Past immernoch das heftigste was es auf der Welt an Horrorfilmen gibt. Ittenbach versuchte sich zwar selbst mit seinem aktuellen „No Reason“ zu übertreffen aber in Nahaufnahme ermordete Kinder und verstümmelte Penise gabs auch schon in seinem Erstling.

    Versteht mich nicht falsch – die fiktive Gewalt ist eindeutig der Hauptdarsteller in diesem Film, aber der Rest passt eben auch. Durch die witzigen Szenen wird das ganze etwas aufgelockert, es ist aber trotzdem keine Komödie sondern ein ernsthafter Horrorfilm, bei dem man aufgrund seines geschätzten Budgets von 1000 DM gerne über ein paar Unzulänglichkeiten hinwegsieht. Die Mischung machts: ohne den Splatter wäre es nur ein durchschnittlicher Amateurfilm, ohne den Rest wäre es nur eine sinnlose Gewaltorgie.

    Der Film Black Past erschien 2000 zusätzlich als Directors Cut. Natürlich war schon die erste Fasssung von Olaf selbst geschnitten 😉 Die neue Fassung bietet aber viel: neu geschnitten, neue Szenen, komplett neue Musik von Thomas Reitmair, besseres Bild und neue, verständlichere Synchro. Beide Fassungen befinden sich in der Olaf Ittenbach Collection die sich so oder so in der Sammlung jedes Horrorfans befinden sollten.

    Noch ein witziges Detail am Rande: Black Past hat gerade bei ofdb.de eine Gesamtwertung von 6,66 Punkten. Wenn das kein Zeichen ist  😀

    black past 666 wertung ofdb

    • Dieses Thema wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  FlediDon.
    • Dieses Thema wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  FlediDon.
    #298

    FlediDon
    Keymaster

    Black Past ist immer noch mein Lieblingsfilm von Olaf Ittenbach, wenn auch dicht gefolgt von einigen anderen.
    Was haltet ihr von seinem Debütwerk?

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