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Hino Horror Nr. 4 – The Collection 1

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    FlediDon
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    hino_horror_4

    Band 4 der Horror-Manga Reihe ist der bis dahin konsequenteste Teil. Hatte man in den vorangegangenen Teilen ohnehin den Eindruck, der Autor möchte seine Beobachtungen der kranken Psyche der Menschheit an den Mann bringen und schildert dies aus Sicht einer imaginären Figur, ist in diesem Teil praktischerweise Hideshi Hino selbst die Hauptfigur. Und er entpuppt sich als kranker Irrer der uns seine Sammlung an konservierten Leichenteilen präsentiert (die Sammlung erinnert sehr an Guine Pig 2). Zu jedem Stück aus seiner Sammlung gibt es eine Geschichte, meist hat diese mit dem Ableben eines Familienmitglieds zu tun. So erzählt er besipielsweise anhand des Tatoos dass er mitsamt der Haut aus dem Rücken seines Vaters geschnitten hat, dessen Geschichte. Oder besser gesagt seiner Ermordung und anschließender Zerstückelung durch Hino selbst.

    Die Geschichten sind unglaublich pervers. An Gore, Splatter und Ekeleffekten wird es hier echt auf die Spitze getrieben. Aber auch schon vom Inhalt her ist es an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen. So erzählt Hino wie er als Kind seiner Mutter eine Falle stellte, so dass sie im Abflusskanal starb. Er kam jeden Tag zu ihr um die Stadien ihrer Verwesung abzuzeichnen bis er eines Tages entdeckte dass sie schwanger war. Seinen ungeborenen Bruder nahm er seit dem in einem Marmeladenglas konserviert immer mit zum spielen… Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall dass diese Geschichte an Guinea Pig 6 erinnert.

    Das Konzept von mehreren kleinen Geschichten wie bei „Black Cat“ wird beibehalten. Es gibt auch ein wiedersehen mit Figuren aus den früheren Bänden. So taucht der Opa mit der Eiterbeule wieder auf, diesmal als Hinos Opa. Das ganze wirkt sehr Pseudobiographisch, dass heißt ich hoffe dass es nur ausgedacht ist 😉

    Die Zeichnungen sind vom Stil her wie gehabt, handwerklich aber etwas besser, dass sieht man z.B. an den Tierzeichnungen die viel schöner aussehen als früher.

    Band 4 haut einen aus den Socken, ich hätte nicht gedacht dass nach den ersten 3 Bänden noch so eine drastische Steigerung möglich ist. Für Fans des abartigen Horror ist weiterhin die ganze Reihe zu empfehlen. Schade dass dieser Band der letzte ist der von Schreiber und Leser nach Dtl. gebracht wurde. So bleibt einem für die nachfolgenden Bände nichts anderes übrig als die englischen Fassungen zu importieren. Dass ist aber über z.B. amazon problemlos möglich. Die Sprachbarriere ist hier ja auch nicht sehr hoch, die Bilder sagen ja schon fast alles.

    Sehr gut, Hino!

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