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    FlediDon
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    OT: À l’intérieur; F 2007; Regie: Alexandre Bustillo, Julien Maury; Darsteller: Béatrice Dalle, Alysson Paradis, Nathalie Roussel, …

    Seit High Tension aus dem Jahr 2003 kamen aus Frankreich einige geniale Horror-Thriller die sich durch Hochspannung und harte Splattereffekte auszeichneten. In diese Reihe gesellte sich 2007 der kontrovers diskutierte Beitrag „Inside“.

    Der deutsche Untertitel „Was sie will ist in Dir“ beschreibt dabei schon ziemlich genau den Inhalt: eine hochschwangere Witwe (ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben) wird in ihrem eigenen Haus von einer durchgeknallten Fremden terrorisiert, die offensichtlich an ihr ungeborenes Kind will…

    Neben den derben aber teilweise dann doch wieder übertriebenen Splattereffekten bietet der Film gute Schauspieler, spannende Musikuntermalung und eine düstere, halbwegs authentische Atmosphäre.

    Fazit: Derb spannend und derb brutal, ein modernes Meisterwerk des Terrorkinos!

    !ACHTUNG! Nachfolgend sind Spoiler enthalten. Wer den Film noch sehen will, sollte nicht weiter lesen.

    Das Ganze ist dabei derartig spannend und brutal inszeniert, dass es einem die Sprache verschlägt. Es kommen immer wieder andere Personen in das Haus, zum Beispiel auch zwei Polizisten, die die Hoffnung wecken der Hauptdarstellerin aus ihrem Martyrium zu helfen. Die Irre Gegenspielerin zerschlägt aber alle Hoffnungen auf brutale Art und Weise. Höhepunkt des blutigen Treibens ist eine Szene in der die Irre tatsächlich das Baby raus holt. So etwas hat es in dieser Explizitheit meines Wissens nach noch nicht gegeben. Es gab zwar etwa in Man-Eater eine Szene in der ein Fötus aus dem Mutterleib gerissen und gegessen wurde, sicherlich sehr eklig, aber bei dieser Szene hat man im Endeffekt eigentlich gar nichts gesehen.

    Auch im Splatterfilm gibt es Geschmacksgrenzen die normalerweise eingehalten werden. Die derbsten Tötungsszenen werden gefeiert, solange nicht etwa Kinder davon betroffen sind. Stirbt doch mal ein Kind in einem solchen Film ist der Aufschrei in der ach so toleranten Horrorgemeinde groß, dies sei zu viel des Guten, der Film zu recht beschlagnahmt usw. Olaf Ittenbach übertritt das Tabu, keine Kinder im Film zu töten, häufig. Doch einer schwangeren Frau auf diese Weise zu Leibe zu rücken, das ist selbst ihm noch nicht eingefallen.

    Hierauf beruhen die ganzen Diskussionen: ist der Film eine logische Steigerung des Splatterfilms oder einfach nur geschmacklos? Selbst Beispielsweise im Horrorfilm-Magazin „Deadline“ wird der Film als zu kontrovers aufgefasst (Ausgabe 2/2008, S. 118): „[…]Es ist eine wahre Tortur, die quälend langen 83 Minuten auszuhalten. […] Eigentlich müssten schwangere Frauen als Gequälte ein Tabu sein […] wer bei den Splatterszenen jauchzt und klatscht, gehört hochkannt aus dem Kinosaal geschmissen. Warum überhaupt ein solcher Film gedreht wird, der sämtliche Konventionen über Bord wirft und die Gewaltschraube bis zur Überdehnung anzieht, bleibt auch uns als Gorehounds der ersten Stunde […] wahrlich versperrt.“ Und schließlich: „[…]Inside ist nichts weiter als ein Olaf-Ittenbach-Film mit einer gewissen französichen Note. […] Einfach nur krank“
    Ist dies ein etwas verstecktes Kompliment an Olaf?
    Wie seht ihr das? Ist der Film zu krass?

    Noch ein witziges Detail am Rande: die deutsche gekürzte Version, in der natürlich auch die besagte Szene entfernt wurde, ist beschlagnahmt. Die ungekürzten Versionen (z.B. aus F, AT, …) sind dagegen so weit ich weiß nicht mal indiziert 😉

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