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[Review] Bates Motel (Serie)

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. This post has been viewed 140 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  FlediDon vor 3 Monate. This post has been viewed 140 times

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    FlediDon
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    bates_motel

    Link zum original Beitrag: [Review] Bates Motel (Serie)

    In meinem kleinen Psycho Special darf natürlich die Prequel Serie „Bates Motel“ nicht fehlen. Da sie mittlerweile mit fünf Staffeln abgeschlossen ist, kann man sie auch gesamt betrachten.

    Die Serie erzählt die Vorgeschichte von „Psycho“, also vom angehenden Serienkiller Norman Bates und seine psychopathischen Mutter Norma. Diese sind gerade in eine kleine Stadt gezogen und haben ein altes Motel gekauft und wollen dieses als „Bates Motel“ wieder zum Laufen bringen. Dabei werden ihnen einige Steine in den Weg gelegt, zum Beispiel wird eine neue Umgehungsstraße gebaut, durch die kaum noch Durchreisende am Motel vorbei kommen dürften. Daneben geht es vor allem um die Beziehung der beiden, denn Norm will ihren Sohn auf krankhafte Weise ganz für sich allein haben und sieht es gar nicht gern, wenn er mit Mädchen aus geht. Dabei wird dann auch hin und wieder jemand ermordet, wodurch die Serie zumindest teilweise Psycho-Thriller Elemente aufzuweisen hat und durchaus spannend ist.

    Merkwürdigerweise ist die Serie in die Gegenwart verlegt worden und spielt nicht tatsächlich vor dem Film, also in den 50ern, sondern jetzt. Merkwürdig daran ist vor allem, dass optisch sehr vieles auf alt gemacht ist: Kleidung, Frisuren, Autos und auch die Villa der Hauptfiguren wirken wie aus dem Originalfilm. Und im nächsten Moment zücken die Figuren auf einmal ihr Smartphone. Handys und anderer Technikkram stören die Atmosphäre und haben keine Notwendigkeit für die Handlung. Man hätte dies auch weglassen können und die Serie tatsächlich in den 50ern spielen lassen können… Die gleiche Problematik gibt es auch bei den Serien Hannibal und „Gotham“, es scheint eine Art Trend zu sein gleichzeitig modern und retro sein zu wollen.
    Aber dieser Punkt ist nicht so dramatisch, größtenteils hat die Serie ein stimmiges Setting.

    Viel schlimmer ist mein zweiter großer Kritikpunkt: die sehr interessante Geschichte um Norman und Norma ist angereichert, oder sagen wir besser gestreckt, mit völlig sinnlosen, irrelevanten Nebenhandlungen. So ist der ganze Ort korrupt, alle bauen Haschisch an, alle sind kriminell. Diese ganzen Krimihandlungen mit ihren hassenswerten, merkwürdigen Charakteren (z.B. der Onkel, der Landstreicher, …) nerven, sind komplett überflüssig und haben so gar nichts mit Psycho zu tun. Würde man diesen ganzen überflüssigen Ballast weglassen, könnte man die Serie von fünf auf zwei Staffeln kürzen und sie wäre perfekt.

    Denn trotz dieser Unzulänglichkeiten macht die Serie insgesamt Spaß und das liegt an den beiden Hauptdarstellern. Vera Farmiga kennt man aus verschiedenen Horrorfilmen wie Orphan – Das Waisenkind und „Conjuring“. Sie spielt die liebende und überfürsorgliche Mutter, deren Eifersucht und Beschützerinstinkt gegenüber Norman immer krankhaftere Züge annimmt. Und Freddie Highmore spielt einfach perfekt den jungen Norman Bates. Schon vom Aussehen her erinnert er sehr an eine junge Version von Anthony Perkins, dem Hauptdarsteller aus den original Filmen. Er spielt sehr überzeugend das sympathische, schüchterne und weltfremde Muttersöhnchen, das von Norma geradezu gedrängt wird, ein Psychopath zu werden. Die beiden zusammen sind immer wieder eine Freude, sie tragen zu zweit die komplette Serie.

    So erzählt die Serie in den ersten 4 Staffeln die Vorgeschichte von Psycho. Die abschließende letzte Staffel geht dann aber einen anderen Weg. Zum einen wird die Handlung des ersten Films erzählt, allerdings in einer alternativen Version, wobei die Änderung sehr enttäuschend sind. So wurde zum Beispiel die berühmte Duschszene umgewandelt und sinnentstellt. Auch Rihanna kann als Schauspielerin nicht überzeugen. Nach der Filmhandlung gibt es dann noch ein alternatives Ende und damit ist dann die Serie endlich abgeschlossen. Auf Grund der enttäuschenden Filmhandlung, ist die letzte Staffel die schlechteste in einer ohnehin nur mittel prächtigen Serie.

    Eine Art Director’s Cut, bei dem alle Nebenhandlungen die nichts unmittelbar mit Psycho zu tun haben raus geschnitten sind, das wäre toll. Ich denke aber dieser Wunsch wird mir nicht erfüllt werden.

    Fazit: Auf Grund der großartigen Hauptdarsteller sehenswerte Serie, nicht nur für Psycho-Fans, bei der man sich allerdings durch sinnlose Nebenhandlungen quälen muss.

    Filminfo:
    OT: Bates Motel; USA 2013 – 2017; Regie: Tucker Gates, Ed Bianchi, …; Darsteller: Vera Farmiga, Freddie Highmore, Max Thieriot, Olivia Cooke, Nestor Carbonell, …

    Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
    Bildquelle: https://www.imdb.com/title/tt2188671/mediaviewer/rm62562304
    https://ssl.ofdb.de/film/243121,Bates-Motel

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