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[Review] Chicago Rot

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 3 Teilnehmer. This post has been viewed 66 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  WaidelveMM vor 11 Stunden, 20 Minuten. This post has been viewed 66 times

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  • #3512

    FlediDon
    Keymaster

    chicago_rot

    Link zum original Beitrag: [Review] Chicago Rot

    Chicago Rot ist sicherlich ein besonderer aber auch etwas seltsamer Film. Man könnte ihn zwar als Genremix aus Horror-Thriller und Science-Fiction mit Cyberpunk Elementen bezeichnen aber das wird einem erst am Ende des Films bewusst.

    Denn zunächst mal ist er ein ganz normaler Thriller und es geht um folgende Handlung: ein Killer, genannt „Der Ghoul“ mordet sich durch die kriminelle Unterwelt auf der Suche nach dem Mörder seiner Mutter. Von der Bevölkerung bekommt der Racheengel viel Sympathie, da er ja quasi nur Verbrecher tötet. Die Stimmung kippt allerdings als er für einen Mord an einem Polizisten verurteilt wird und ins Gefängnis kommt. Nach nur 10 Jahren kommt er wieder frei und führt seinen Rachefeldzug fort. Der Polizist der ihn damals verhaftet hatte, ist ihm nun auf den Fersen mit dem Ziel ihn zu töten um ihn für immer unschädlich zu machen.

    Soweit ist das ganze eine realistische, vielschichtige und spannende Geschichte mit interessanten Figuren die nicht einfach nur gut oder böse sind. Das ganze ist für einen Independent Film mit niedrigem Budget sehr gut umgesetzt, auch die Schauspieler wissen zu gefallen. Blutig und actionreich geht es ebenfalls zur Sache. Ein paar übersinnliche Szenen sind eingestreut, zum Beispiel sieht der Hauptdarsteller ein merkwürdiges grünes Gesicht im Spiegel das zu ihm spricht, diese könnte man allerdings als Wahnvorstellungen abtun. Soweit nichts zu bemängeln.

    Und dann kommt das Ende des Films, der erwähnte Genremix. Ich möchte nicht zu viel verraten aber in den letzten ca. 20 Minuten tauchen auf einmal ein paar komische Gestalten auf, Aliens oder Cyborgs, und die Story und Gestaltung des Films nimmt eine völlig abstruse Wendung. Das Ende ergibt dann zwar irgendwie sogar Sinn, trotzdem hat mich der letzte Abschnitt des Films eiskalt erwischt und negativ überrascht. Das Problem für mich war nicht nur der plötzliche Wechsel der Ausrichtung des Films, sondern dass er ab diesem Punkt auch noch sehr lächerlich inszeniert war, zum einen durch die billigen Kostüme, zum anderen durch merkwürdige Waffen und so weiter.

    Ob einem das Ende und damit der Film insgesamt gefällt, ist sicherlich Geschmackssache. Beim Obscura Filmfestival haben alle Zuschauer entweder mit „sehr gut“ oder „mittelmäßig“ gestimmt, dazwischen gab es nichts. Mir persönlich hat es nicht gefallen, aber ihr seid ja hiermit vorgewarnt und wenn die Beschreibung euer Interesse geweckt hat, könnt ihr dem Film ruhig eine Chance geben.

    Der Film ist beim Label Extreme im Mediabook veröffentlicht worden. Die darauf enthaltene deutsche Synchro ist insgesamt anhörbar aber durchwachsen. Die Hauptcharaktere passen soweit, einige Nebenfiguren klingen aber als hätte der Hausmeister mal eben einen Satz eingesprochen. Ärgerlich: der englische Originalton ist zwar vorhanden aber wiedermal keine Untertitel. Wer also nicht sehr gut englisch kann, ist auf die nicht ganz optimale deutsche Synchro angewiesen. Auf der DVD befindet sich noch ein Berlin Intro Bonus Feature das Regisseur und Crew extra für das Obscura Filmfestival aufgenommen haben.

    Fazit: 3/4 des Films sind ein spannender und kreativer Serienkiller-Thriller. Das Ende ist dann allerdings äußerst seltsam und Geschmackssache.

    Filminfo:
    OT: Chicago Rot; USA 2016; Regie: Dorian Weinzimmer; Darsteller: Alberto Agraz, John Alston, Kelso Ashby III, …

    Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
    Bildquelle: imdb.com/title/tt3948764/mediaviewer/rm3116709376
    ofdb imdb

    #3517

    Dvdscot
    Teilnehmer

    Ja, der Film kam sehr gut an und landete weit oben in der Rangliste. Vor allem der Regisseur vom Kurzfilm „Girl and a scar“, der bei mit Weltpremiere hatte, war sehr angetan. Es gab tatsächlich fast nur 5en und 3en (von 5), der Regisseur meinte die 3en seien 1en wo die Leute die Arbeit honoriert haben. Auf dem FFF nennt man sowas einen Spalter. Für mich persönlich war der Film einer der Höhepunkte meiner Festival Laufbahn.

    #3621

    WaidelveMM
    Teilnehmer

    willkommen im Forum!

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