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[Review] Raw

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. This post has been viewed 55 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  Alex vor 1 Monat. This post has been viewed 55 times

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    FlediDon
    Keymaster

    raw

    Link zum original Beitrag: [Review] Raw

    OT: Grave; Belgien, Frankreich 2016; Regie: Julia Ducournau; Darsteller: Garance Marillier, Ella Rumpf, Rabah Nait Oufella, …

    Vor ein paar Jahren sorgte eine Welle von extrem spannenden und ultra brutalen Filmen aus Frankreich für Furore in der weltweiten Horrorszene. Euphorisch sprach man vom neuen französischen Terrorkino bei den Filmen „High Tension“, „Inside“ und „Martyrs“. Doch leider blieb es bei dieser Welle, lediglich ein paar Ausläufer wie „Frontiers“ waren noch zu spüren, dann ebbte sie ab.

    Und jetzt: Raw. Was für ein Film! Man kann dieses Werk von Regisseurin und Drehbuchautorin Julia Ducournau nicht direkt mit den oben genannten vergleichen, schon deshalb weil Raw kein reiner Horrorfilm ist, aber in Punkto Kompromisslosigkeit, Härte und Spannung spielt er doch in einer ähnlichen Liga.

    Es handelt sich aber wie gesagt nicht um einen richtigen Horrorfilm in dem Sinne, sondern um eine Art Jugenddrama mit Horrorelementen. Es geht im Film um Justine die gerade anfängt zu studieren. Bei einem Einweihungsritual der Studentenverbindung soll sie eine rohe Hasenniere essen. Da sie Vegetarierin ist, weigert sie sich, doch ihre große Schwester drängt sie dann doch dazu. Der ungewollte tierische Genuss scheint in ihr die Lust auf rohes Fleisch zu wecken. Dieses Verlangen wird immer stärker, bis sie es nicht mehr kontrollieren kann…

    Wer sich jetzt fragt was das mit Horror zu tun hat: ich versuche extra nicht zu viel zu verraten aber glaubt mir, es wird krass. Die Entwicklung der Hauptfigur wird auf sehr realistische und eindringliche Weise vermittelt und die Situation spitzt sich immer mehr zu. Das ist auf eine schwarzhumorige Art mal witzig, mal eklig, mal sehr brutal, dabei immer unterhaltsam aber eben auch sehr harte Kost. Schonungslos wird alles gezeigt. Szenen in denen Schamhaare gewachst oder Haare ausgekotzt werden, sind da noch die harmloseren Sachen.

    Highlight des Films ist aber die Hauptdarstellerin die eindringlich und realistisch die jugendliche Justine spielt die gerade ihren Platz auf der Welt sucht. Völlig überzeugend spielt sie alle Gewaltexzesse und sonstige krasse Szenen als wäre es das normalste auf der Welt. Erwähnenswert ist außerdem die tolle Musikuntermalung. Besonders im Gedächtnis blieb mir die Szene in der Justine vor einem Spiegel zu einem äußerst düsteren Song tanzt. Wen es interessiert: das Lied dazu stammt von den zwei französischen Rapperinnen der Band Orties.

    Fazit: Sehr tolles und einzigartiges Jugenddrama mit realistisch eingeflochtenen Horrorelementen. Endlich mal wieder ein überzeugender harter Film aus Frankreich! Empfehlung!

    #2563

    Alex
    Teilnehmer

    Sehr gutes review. Das trifft es sehr gut. Fand den Film auch Klasse! Mal was anderes…

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