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Slasher

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    FlediDon
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    OT: Slasher; D 2007; Regie: Frank W. Montag; Darsteller: Christiane Imdahl, Christian Stock, Sebastian Badenberg, Michael Eisenburger, Pia de Buhr, Maja Makowski, Thomas Kercmar, …

    Ein Slasher Film aus Deutschland mit dem kreativen Titel „Slasher“. Kann das gut gehen? Mit Thomas Kercmar als Produzent des ganzen steht zumindest schonmal ein aus dem Amateurbereich bekannter Name hinter dem Film. Den guten Herr Kercmar hat man schließlich als einen der besseren Schauspieler z.B. aus Timo Rose Werken wie „Space Wolf“ in Erinnerung.

    Ist dieser Film also auch ein Amateurfilm? Nunja, irgendwie so eine Art Zwischending. Für einen Amateurfilm ist er wirklich sehr professionell, für einen professionellen Film dann aber wieder zu amateurhaft… Nennen wir es Hochglanz-Amateur-Produktion.

    Aber kommen wir zum Inhalt des Films. In bester Slasherfilm-Manier unternimmt eine Gruppe Studenten einen Ausflug in die Wälder, weit entfernt von der Zivilisation. Die Gruppe ist sehr Klischeehaft. Da gibt es den Aufreißertyp, das dumme Blondchen usw.. Auf dem Weg kommen sie an einer Hinterwäldler Familie vorbei. Die jugendlichen scherzen noch „Wow, eine echte Inzest-Kannibalen Familie!“. Kurz darauf geschieht der erste Mord.

    Bis hierhin sieht es so aus als sei der Film eifach nur eine billige Slasher Kopie a la „Freitag der 13.“ gewürzt mit einem Schuss „Texas Chainsaw Massacre“. Als dann aber einer der Hinterwäldler selbst getötet wird, wird einem klar dass mehr dahinter steckt. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht aber der Film wartet noch mit einigen überraschenden Wendungen auf. Auch das Ende ist sehr überraschend. Vom Stil her erinnert dass an französiche Schocker wie „High Tension“ oder „Martyrs“ (ohne dabei die Klasse der Filme zu erreichen). Die Wendungen hätten aber noch ein wenig besser herausgearbeitet werden müssen, hier wäre das Drehbuch noch ausbaufähig gewesen.

    Über die Splatterszenen kann man sich nicht beklagen. Im Making Of sieht man dass teilweise sogar mit CGI nachgeholfen wurde, dass fällt aber an keiner Stelle auf und genau so muss es sein. Die Effekte wirken schön eklig, wie handgemacht.

    Die Darsteller passen sehr gut in diesen Film. Die Mädels sind nett anzusehen und zeigen auch viel haut, die Jungs tragen metrosexuelle Frisuren wie sie grad In sind. Sie spielen aber wirklich gut und kommen nicht so dumm rüber wie die Teens aus einem „Freitag der 13.“. Blöd ist, dass der Film nicht nachsynchronisiert wurde, denn die Originalaufnahmen versteht man teilweise sehr schlecht.

    Wir haben somit also einen guten Horrorfilm der bewusst mit den Genrekonventionen spielt und dann doch überraschen kann. Durch den charmanten Amateurtouch kann man über schwächen im Drehbuch hinwegsehen.

    Fazit: Nicht der beste Slasher-Film aber eine nette Unterhaltung!

    ACHTUNG: Die FSK 18 Version ist CUT, auch wenn sie in der ofdb als Uncut gelistet wird. UNCUT Versionen gibt es wie so oft über Österreich.

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