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[Review] Perfect Blue

OT: Perfect Blue; Japan 1997; Regie: Satoshi Kon

Der Psychothriller Perfect Blue handelt von Mima, Sängerin in einer Girlgroup. Da ihre Band nicht so richtig den großen Durchbruch schafft, steigt Mima aus und möchte nun als Schauspielerin groß rauskommen. Doch einige Fans scheinen ihr diesen Schritt übel zu nehmen, sie bekommt Drohbriefe und sogar eine Briefbombe zugeschickt. Ein unbekannter scheint sie zu terrorisieren und schaltet eine Website mit privaten Informationen über sie die sie eigentlich nur selbst wissen kann. Als dann noch Morde in ihrem Umfeld geschehen wird sie fast Wahnsinnig und beginnt an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln.

Perfect Blue ist der erste Film von Satoshi Kon und ein Anime der wirklich mal zeigt das Trickfilme auch für ein erwachsenes Publikum funktionieren können. Es gibt ja viele Animes die nicht unbedingt für Kinder geeignet sind, diese zeichnen sich oft durch Gewalt und Sex aus und sind auf ihre Weise dann wieder kindisch oder nerdig. Nichts gegen solche Filme, ich liebe sie. Aber Perfect Blue ist anders. Er ist ein harter Psychothriller mit einer komplizierten aber am Ende logischen Geschichte die die volle Aufmerksamkeit erfordert und von jüngeren Zuschauern gar nicht verstanden werden könnte. Denen wäre der Film aber sowieso viel zu unheimlich.

Denn neben der spannenden Geschichte und der rasanten Inszenierung bietet der Thriller einige Horrorelemente, zum einen wenn Mima bedroht wird, zum anderen wenn ihre Grenze zwischen Realität und Wahnsinn verwischt und der Zuschauer selbst nicht mehr weiß ob er sich auf das was er gerade sieht verlassen kann. Das erinnert dann ein wenig an Horrorfilme mit Traumthematik wie Nightmare on Elm Street oder Nightmare Detective.

Der Zeichenstil ist ein wenig realistischer so dass selbst Leute die sonst eine Abneigung gegen den Animestil haben hier bedenkenlos reinschauen können. Auch die Musik ist sensationell und untermalt den Film perfekt.

Übrigens gibt es auch ein Remake zu diesem Anime als Realfilm aus dem Jahr 2002 das allerdings nur in Japan heraus kam. Weiterhin weißt Darren Aronofskys „Black Swan“ große Ähnlichkeiten zu Perfect Blue auf. Das ist kein Zufall, Aronofsky ist bekennender Fan des Animes. Aus diesem Grund hat er auch als Hommage die Szene in der Mima in der Badewanne sitzt und ihr Gesicht unter Wasser hält 1:1 in seinen Film eingebaut.

Fazit: Genialer Psychothriller und einer der besten Animes und Filme überhaupt. Sollte man unbedingt gesehen haben gerade wenn man Zeichentrick sonst für Kinderkram hält.

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