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[Review] Gun Woman

OT: Gun Woman; Japan 2014; Regie: Kurando Mitsutake; Darsteller: Asami, Kairi Narita, Noriaki Kamata, …

Kurando Mitsutakes „Gun Woman“ mit der wunderbaren Asami als titelgebende Pistolenfrau, ist im weitesten Sinne ein Rape-and-Revenge streifen. Darin will sich ein Arzt an einem berüchtigten japanischen Psychopathen rächen. Dieser hatte vor den Augen des Arztes dessen Frau vergewaltigt und getötet.
Da der Psychopath der Sohn eines reichen Mafiabosses ist, gibt es fast kein heran kommen an ihn, da er in einer Festung wohnt und ständig von Leibwächtern bewacht wird. Der Arzt denkt sich einen wahrlich abstrusen Plan aus, mit einer prostituierten, drogenabhängigen Frau (Asami) die er zum Racheengel ausbildet.

Obwohl die Geschichte so übertrieben, unglaublich und abstrus ist, handelt es sich hier keineswegs um einen trashigen Japan-Splatter Film im Sinne von „Machine Girl“ und Co. Alles im Film, auch wenn es noch so unlogisch ist, wird überzeugend und glaubwürdig dargestellt. Das liegt daran das jeder Aspekt an diesem Werk sehr hochwertig umgesetzt wurde. Also nicht hochwertig im Sinne einer Hollywoodproduktion, aber für einen Independent Film sieht alles großartig aus.

Das geht los bei den Schauspielern. Das Asami durchaus gut schauspielern kann, hat sie schon öfters demonstriert, im Gegensatz zu ihren Rollen in Fun-Splatter-Filmen spielt sie hier aber nicht übertrieben, sondern realistisch. Man kann jeden Schmerz mit ihr mitfühlen und davon gibt es wahrlich sehr viel im Film. Egal ob sie grade auf Entzug kotzt oder splitternackt kämpft während sie am verbluten ist, alles wirkt echt. Und das alles fast stumm, sie sagt nur ein einziges Wort im gesamten Film.
Auch der Bösewicht überzeugt mit hervorragendem Schauspiel, obwohl er mehr wie eine Karikatur auf einen japanischen Gangster aussieht.

Auch alle anderen Aspekte sind gut umgesetzt, sei es die Musik, Kameraarbeit oder die krassen Splattereffekte, die zwar nicht zu häufig, dafür umso heftiger eingesetzt sind. Der Film ist sehr spannend inszeniert obwohl man schon absehen kann worauf das ganze hinausläuft. Es wird sehr viel Zeit auf das harte und intensive Training der Gun Woman verwendet, was ein bisschen an Kampfsportfilme wie Karate Kid oder Rocky erinnert. Das Finale, die eigentliche Rache, ist dann umso brachialer. Es gibt keine Sekunde Langeweile oder Leerlauf in diesem Film.

Der Film ist zwar von einem japanischen Regisseur mit teilweise japanischen Schauspielern, spielt aber in den USA und wurde auch dort gedreht, wodurch er nicht unbedingt wie ein typischer japanischer Film wirkt. Die Originalsprache ist auch Englisch.

Was soll ich noch sagen, mir fällt nichts negatives an dem Film auf. Sogar die deutsche Synchro ist gelungen. Der Film ist auf Anhieb einer meiner Lieblingsfilme geworden und ich werde ihn sicher noch häufig anschauen.

Der Film ist in Deutschland ungekürzt im Mediabook erschienen. Wesentlich günstiger bekommt man die BR aus den Niederlanden, diese enthält ebenfalls deutschen Ton, auch wenn es nicht auf der Hülle angegeben ist.

Fazit: Großartiges Action-Splatter-Rache Werk mit einer großartigen Asami. Großartig!

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