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[Review] Villa Captive

OT: Villa Captive; Frankreich, USA 2011; Regie: Emmanuel Silvestre; Darsteller: Liza Del Sierra, Dario Lado, Shalim Ortiz, David Perez-Ribada, …

Villa Captive wird auf dem dt. Cover mit „I Spit on your Grave trifft auf Martyrs“ angepriesen. Woher der Vergleich mit Martyrs genommen wird, ist mir schleierhaft. Zu I Spit on your Grave besteht aber durchaus eine enge Verbindung. Es ist ebenso ein Rape-And-Revenge Streifen und die Handlung ist doch sehr ähnlich. Mit etwas Fantasie könnte man den Film hier schon fast als Remake oder Neuinterpretation durchgehen lassen.

Und darum geht es: die französische Pornodarstellerin Audrey (dargestell von dem laut Cover französischen Pornostar Liza Del Sierra) verbringt einige Zeit in den USA und beschließt aus dem Geschäft auszusteigen. Sie freundet sich mit Jeremy aus der Nachbarschaft an und möchte ein normales Leben führen. Doch ein paar „Fans“ in Form von jungen Männern erkennen sie und brechen zunächst in ihre Wohnung ein, auf der Suche nach Schmuck und anderen wertvollen Sachen. Als sie nicht fündig werden, nehmen sie Audrey und Jeremy gefangen. Die Situation eskaliert und sie verstricken sich immer weiter in Gewalt, Vergewaltigung und Mord…

Wie bereits erwähnt erinnert dass durchaus an „I Spit on your Grave“, bei den Tätern ist sogar auch ein geistig zurückgebliebener dabei. Anders ist, dass das Opfer hier nicht eine seriöse, „unschuldige“ Schrifftstellerin ist, sondern zumindest aus Sicht der Täter eine Schlampe die ja sowieso auf Sex steht. Das ist eine etwas andere Sichtweise auf das Thema denn auch als Pornodarstellerin ist sie natürlich kein Lustobjekt an dem man sich einfach so vergehen kann. Man kann sich aber vorstellen dass manche Leute genau das denken. Widerlich.

Kontrovers ist außerdem wie immer in solchen Filme die sich anschließende Rache: ist sie gerechtfertigt? Haben die Täter es verdient? Kann Selbstjustiz eine Option sein? Oder hätte das Opfer doch einfach die Polizei einschalten sollen?

Davon abgesehen ist der Film aber wesentlich harmloser als das offensichtliche Vorbild. Das meiste an Gewalt ist nur angedeutet und nicht explizit dargestellt. Das kann auch durchaus als Vorteil verstanden werden, denn will man dass denn alles wirklich so genau sehen? Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Wer „I Spit on your grave“ und ähnliche Filme bereits gesehen hat, wird von dem hier jedenfalls nicht so schockiert sein.

Filmtechnisch gesehen kann Villa Captive überzeugen. Schauspieler, Kamera und so weiter gehören nicht zum besten dass man je gesehen hat, gehen aber in Ordnung und sind im Prinzip auch hochwertiger als bei „I Spit on your grave“. Besonders spannend ist der Film nicht aber dass sind die anderen Filme dieser Sorte auch nicht. Man weiß ja nach welchem Schema das Ganze abläuft.

Fazit: Wem aus nachvollziehbaren Gründen die meisten anderen Rape-And-Revenge Filme zu hart sind, bekommt hier eine weniger explizite Version mit dem gleichen kontroversen Thema. Solide gemacht, kann man sich durchaus mal ansehen.

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