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[Review] Jonas

OT: Jonas; D 2011; Regie: Robert Wilde; Darsteller: Christian Ulmen

Der Kinofilm „Jonas“ von und mit Christian Ulmen (Hauptdarsteller, Drehbuch) ist eine Mischung aus Fake-Doku und Sozialexperiment. Christian Ulmen spielt dabei den 18 jährigen Schüler Jonas der bereits zwei mal sitzen geblieben ist und an einer Gesamtschule seine letzte Chance bekommt doch noch seinen Schulabschluss zu schaffen. Dabei wurde der gesamten Schule vorgegaukelt dass es sich bei Jonas tatsächlich um einen Jungen, keinen Schauspieler, handeln würde und die Schulleitung wurde gefragt ob das Filmteam zum Zweck einer TV Doku den Schulalltag von Jonas filmen dürfe. Und sie durften, der Spaß kann also beginnen.

Dabei muss man erwähnen das der 35 jährige Ulmen wirklich hervorragend gut zum 18 jährigen Jonas umgeschminkt wurde. Klar sieht er etwas älter aus als seine Mitschüler, was aber dadurch erklärt wird dass er ja zwei Jahre älter ist. Ansonsten kauft man ihm sowohl optisch als auch schauspielerisch perfekt den 18 jährigen ab. Erkennen wird man Ulmen nur wenn man weiß das er es ist.

Das Prinzip ist also ein ähnliches wie bei Ulmens genialer Serie „Mein neuer Freund“ in der er ebenfalls perfekt verkleidet in verschiedene Rollen schlüpft und seine Mitmenschen bzw. Spiel-Teilnehmer in absurde Situationen führt. Während die Teilnehmer in „Mein neuer Freund“ aber oft bis zum Wahnsinn getrieben werden und Ulmen ihnen Kommentare entlockt die sie normalerweise nie öffentlich gesagt hätten, geht es bei „Jonas“ vergleichsweise harmlos zu. Man hätte erwarten können dass er seine Lehrer regelrecht terrorisiert und ihre dunkle Seite zum Vorschein bringt, er ist aber sehr freundlich zu ihnen.

So sehen wir Jonas dabei zu wie er drei Monate lang die Schulbank drückt, sich mit seinen Mitschülern zunächst zögerlich anfreundet, eine Schulband gründet und sich im Unterricht bemüht aber doch nichts auf die Reihe kriegt. Witzige Situationen entstehen dabei häufig, zum Beispiel wenn Jonas auf nicht gerade subtile Weise versucht seine Lehrer zu beeinflussen oder wenn er im Musikunterricht besonders laut mitsingt um seiner heimlichen Liebe, der Musiklehrerin, zu imponieren. Absurde Situation gibt es dann auch, zum Beispiel wenn er eben erwähnter Musiklehrerin ein romantisches Dinner vorbereitet und ihr seine Liebe gesteht. Oder wenn Jonas den Direktor zum Dank umarmt und dem das mächtig peinlich ist.

Was bleibt ist ein witziger Film der leider nicht den bissigen Humor von Ulmens sonstigen Sendungen erreicht. Höchst interessant ist dieses Experiment aber schon, viele gelungene Gags und schon allein das geniale Schauspiel von Christian Ulmen machen den Film dann doch sehr sehenswert.

Für Fans von: Christian Ulmen, Mein neuer Freund, Uwe Wöllner

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