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[Review] Escape from Cannibal Farm [Obscura #3]

OT: Escape from Cannibal Farm; UK 2017; Regie: Charlie Steeds; Darsteller: Kate Davies-Speak, Barrington De La Roche, David Lenik, …

Mit „Escape from Cannibal Farm“ präsentierte uns das Obscura Filmfest einen weiteren brandneuen Backwood-Horrorfilm, diesmal aus England. Auch dieser Film scheint zunächst ein typischer Vertreter zu sein, der das Thema dann aber doch etwa variieren kann.

Es geht diesmal um eine Familie die sich zu einem gemütlichen Campingausflug in die Natur aufmacht. Die beiden Eltern mit dem jugendlichen Sohn sowie die erwachsene Tochter mit ihrem neuen Freund machen sich also auf den Weg. Man merkt schnell das der Vater ein richtiger Tyrann ist. Erst regt er sich auf das die Tochter zu spät kommt, später erfährt er am Lagerfeuer dass sie nun vegetarier ist und deshalb keine gegrillten Würstchen essen will… da ist ärger natürlich vorprogrammiert. Doch im Wald lauert noch eine ganz andere Gefahr und so werden sie schließlich von unbekannten verschleppt und in einer Farm in kleine Käfige gesperrt, noch ungewiss was die Entführer von ihnen wollen…

Für den Zuschauer ist es allerdings relativ klar denn schließlich verrät uns schon der Titel des Films dass sie sich auf einer Kannibalenfarm befinden und versuchen von dieser zu fliehen. Die Handlung ist soweit auch vorraussehbar, es ist eben ein typischer Backwood-Film. In der zweiten Hälfte des Films gibt es allerdings schon noch ein paar storytechnische Details und Verstrickungen die die Handlung aufwerten, somit ist der Film inhaltlich dann doch nicht nur eine 1:1 Kopie von „Texas Chainsaw Masscre“ und Konsorten.

Inhaltlich braucht man also keine Innovationen erwarten, die Umsetzung ist dafür umso gelungener. Zum einen sind die unbekannten Darsteller ziemlich gut und bringen auch ihren Schmerz und die Qualen glaubwürdig rüber. Zum anderen ist der Film gut eingefangen, ziemlich düster und sieht sehr professionell aus. Auch mit brutalen Splatterszenen und Grausamkeiten wird nicht gegeizt, der Film ist schon ziemlich brutal geworden, inklusive Kettensägenaction, Menschen die in einem Ofen verbrennen und und und.

Was aber am meisten am Film hervorsticht ist der bitterböse schwarze Humor. Wenn zum Beispiel die Schwester ausversehen ihren eigenen Bruder umbringt der sich gerade befreien konnte, möchte man laut los lachen, dann bleibt einem das Lachen aber doch irgendwie im Hals stecken… Ähnliche Szenen gibt es häufig, der Film wird aber dadurch zum Glück nicht lächerlich, sondern bleibt ernsthaft.

Insgesamt kann man sagen dass ein weiterer Backwood-Horrorfilm (neben What the Waters Left Behind und Blood Hunt) beim 3. Obscura etwas eintönig wirkte. Sie gleichen sich halt vom Aufbau doch ziemlich, aber dafür kann ja der einzelne Film nichts. Jeder, auch dieser hier, konnte trotzdem ein paar Eigenheiten hinzufügen und jeder war auf seine Weise gelungen.

Fazit: Gut gelungener, sehr brutaler Backwood-Horror mit viel schwarzem Humor. Empfehlung!

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