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[Review] Herzlos

OT: Herzlos; D 2014; Regie: Armin Schnürle; Darsteller: Olaf Krätke, Annette Strasser, Stefan Lörcher, Frieder Pfeiffer, Nadine Speer, …

Nachdem sich Mania Pictures um Frontmann Armin Schnürle mit den „Tatort Calw“ Action-Krimis einen Namen gemacht haben und sich zwischenzeitlich mit den „Village People“ Filmen auch im Bereich Komödie bewiesen haben, wollen sie nun ernsthaftere Wege beschreiten. „Herzlos“ sollte ihr bisher ambitioniertestes Werk werden und, soviel sei schon mal verraten, dass ist ihnen hervorragend gelungen.

Zur Story: Chirurg Dr. Klein ist ein junger, erfolgreicher Arzt. Da er mit der Tochter des Klinikchefs verlobt ist, wird er demnächst das Krankenhaus erben. An der Klinik gehen allerdings merkwürdige Sachen vor sich über die Dr. Klein zufällig stolpert. So wird bei Patienten die Eignung für Spenderorgane getestet, obwohl diese gar nicht eingewilligt haben. Als dann auch noch Patienten verschwinden, geht er der Sache zusammen mit einer Schwester und einem Reporter nach. Sein zukünftiger Schwiegervater scheint irgendwie in die Sache verwickelt zu sein…

So weit, so spannend. Der Film geht zwar im Prinzip in eine ähnliche Richtung wie die Tatort Calw Filme, da es hier auch um einen Kriminalfall geht, allerdings haben wir es hier eher mit einem handfesten Thriller zu tun. Die Geschichte ist wie immer spannend erzählt, wirkt logisch und glaubwürdig. Das Ende ist überraschend, die Figuren sind gut charakterisiert und die Dialoge sind unterhaltsam. So weit ist alles gewohnt hervorragend, so wie man es eben von Mania Pictures kennt.

Was den Film von seinen Vorgängern abhebt, ist dass in allen Belangen eine ordentliche Schippe Professionalität drauf gelegt wurde. Das fängt an mit den Darstellern. Neben den alt bekannten Stefan Lörcher und Frieder Pfeiffer in den Hauptrollen gesellen sich mit Olaf Krätke und Annette Strasser „echte“ Schauspieler dazu, die schon in diversen TV und Kinoproduktionen mitgemacht haben. Mal abgesehen von Frau Strassers nerviger Stimme bereichern sie den Film ungemein. Auch Tilo Prückner ist in einer Nebenrolle wieder mit von der Partie. Die augenscheinlichste Veränderung ist aber die Bildqualität durch eine bessere Kamera. Weg vom Video-Look, hin zum Filmlook, diesmal sogar in HD auf Bluray. Das Regisseur Armin Schnürle diesmal nicht mehr selbst die Kamera bedienen muss, scheint sich auch positiv ausgewirkt zu haben. Kameraarbeit und Schnitt haben jedenfalls auch deutlich zugelegt (nicht das sie vorher schlecht gewesen wären). Leider wurde zugunsten einer glaubwürdigeren Geschichte der Humor deutlich zurück gefahren. Die alten Filme waren immer auch sehr witzig, „Herzlos“ kommt dagegen sehr ernsthaft rüber, was sicher auch so beabsichtigt war.

Rein optisch war den alten Filmen von Mania Pictures noch ihre Herkunft aus der Amateur/Independent Ecke anzusehen. Herzlos nicht mehr. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen man hat es hier mit einer gut gemachten TV Produktion zu tun.

Fazit: Inhaltlich spannender Thriller, Filmtechnisch der bisher professionellste Mania Pictures Film. Ansehen!

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