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[Review] Headless

OT: Headless; USA 2015; Regie: Arthur Cullipher; Darsteller: Shane Beasley, Kelsey Carlisle, Ellie Church, …

Was für ein wunderbares dreckiges Slasher Vergnügen! Headless hat sich dem Grindhouse verschrieben. Nach einem Fake-Trailer behauptet der Film dass er von 1978 wäre, Bildgrieseln wie bei alten Filmen verstärkt diesen Eindruck. Auch der Rest des Films ist sehr überzeugend auf alt gemacht, zum Beispiel auch eine Disco-Szene die von den Klamotten und Frisuren her aus „Saturday Night Fever“ stammen könnte. Wenn man nicht wüsste dass der Film von 2015 ist, könnte man ihm glatt abkaufen dass er aus den 70ern stammt.

Im Gegensatz zu anderen Grindhouse-Filmen wie „Planet Terror“ ist dies hier aber keine auf witzig gemachte Parodie, sondern ein ernsthafter und extrem düsterer Splatterfilm voll Sex und Gewalt. Der maskierte Killer dezimiert die Leute in seiner Umgebung die wie in anderen Filmen dieser Art kaum mehr als Statisten sind. Außerdem vergeht er sich an seinen Opfern, wahlweise vor, während oder nach dem Morden.

Der Killer steht im Mittelpunkt und ist die tragische Hauptfigur. In Rückblicken wird zumindest teilweise erklärt warum er zum Psychopath geworden ist, das verleiht dem Film doch einiges an Tiefe. Bei anderen Slasherfilmen wird ja oft nur eine Erklärung kurz angerissen, hier ist es ein zentrales Thema und dazu sehr interessant dargestellt. Außerdem steht dem Killer ein sehr mysteriöses Kind mit Totenkopfmaske zur Seite, das ihm immer zeigt wer sein nächstes Opfer sein soll. Das verleiht dem Film eine zusätzliche böse und geheimnisvolle Atmosphäre, denn Kinder spielen in solchen Filmen sonst nur selten eine Rolle, und wenn dann nicht auf Seite der Bösen.

Was die Darsteller, Kulissen, Splattereffekte, Kamera und Musik angeht, ist dieser Film äußerst professionell gemacht und könnte auch genauso gut im Kino laufen, nur dass er für den Mainstream zu krass wäre. Ich bezweifle auch dass der Film in dieser Form jemals uncut bei uns veröffentlicht wird. In den USA ist er aber als DVD und Bluray erhältlich: banditmotionpictures.com (soll bald wieder lieferbar sein). Außerdem lief er beim Weekend of Fear 2016.

Übrigens ist der Film eine Art Spin-Off zum Film Found. In Found ist Headless ein Film im Film und zwei Kinder sehen sich diesen auf Video an. Hiermit wurde der Film nun fertig gedreht.

Fazit: Böse, düster, dreckig, Splatter! Jason kann einpacken.

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