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[Review] Suspiria

OT: Suspiria; D, I 1977; Regie: Dario Argento; Darsteller: Jessica Harper, Stefania Casini, Flavio Bucci, Miguel Bosé, …

Suspiria ist ein weiterer großartiger Klassiker von Dario Argento. Audio-visuell vielleicht sein beeindruckendstes Werk und außerdem der erste Teil der sogenannten „Mütter-Trilogie“. Doch zunächst zur Story:

Der Film Suspiria handelt von der jungen Tanzschülerin Susi die von New York nach Deutschland zieht um an einer Elite-Tanzschule in Freiburg zu lernen. Bereits in der Nacht ihrer Ankunft geschehen merkwürdige Dinge: eine Mitschülerin rennt in Panik aus der Schule und schreit dabei etwas von einem Geheimnis. Am nächsten Tag wird sie bestialisch ermordet aufgefunden. Susi macht sich daran das Geheimnis der Schule zu ergründen…

Rein auf die Handlung bezogen geht es nach dem aufregenden Anfang erstmal langweilig weiter. Außer das der Mord an der Mitschülerin Rästel aufwirft, passiert eigentlich gar nichts merkwürdiges. Der Film zieht seine Sogkraft aber auch nicht aus der Handlung (die wird erst gegen Ende wieder spannend bzw. interessant) sondern aus der optischen und tontechnischen Gestaltung.

Die Musik ist wie bei den meisten Filmen vom Meister von der Band Goblin komponiert. Die Synthesizer-Klänge mit hektischen Percussions lassen einen nicht zur Ruhe kommen. Untermalt sind die Stücke noch mit menschlichen Schreien was einen in einen permanent angespannten und aufgeregten Zustand versetzt. Hier zeigt sich wunderbar wieviel Einfluss eine gute Musikuntermalung beim Film haben kann, großartig!

Optisch sind die einzelnen Szenen meist in die Primärfarben rot, blau oder grün getaucht. Das verleiht dem Film einen unnatürlichen und übersinnlichen Look, obwohl gerade gar nichts übersinnliches passiert. Erst gegen Ende des Films stellt sich heraus das hier eben doch übersinnliche Sachen vor sich gehen. Die Handlung holt die Gestaltung des Films ein.

Dieser Film spielt mit der Wahrnehmung des Zuschauers und erzeugt Stimmungen die der tatsächlichen Handlung in den Szenen eigentlich widersprechen. Ein wunderbares Beispiel dafür dass die Handlung nicht unbedingt das wichtigste an einem Film ist, gerade bei einem Horrorfilm. Während ein Roman durch seinen Inhalt überzeugen muss, kann ein Film durchaus auch (fast) nur durch seine audio-visuelle Gestaltung beeindrucken!

Fazit: Ein wahrer Klassiker, unbedingt ansehen! Kann zwar nicht durch die Handlung, durch die herausragende Gestaltung dafür aber umso mehr überzeugen!

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