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[Review] The Corpse Grinders (WoF 2019)

Beim Weekend of Fear 2019 feierte Timo Roses „The Corpse Grinders“ Premiere. Der Film ist ein Remake des US-Horror-Klassikers gleichen Namens von 1971, bei uns auch bekannt als „Die Leichenmühle“. Klassiker bezieht sich hier aber auf das alter, das Original ist nicht gerade ein angesehener Kultfilm, sondern wird eher als Trash befunden.

Der Film sollte schon vor zwei Jahren gezeigt werden, hat sich aber auf Grund diverser Produktionsprobleme immer weiter verschoben. Vor dem Film gab Timo Rose noch die Info, dass dies immer noch nicht die finale Fassung sei, da unter anderem der Ton noch nicht fertig ist. Leider hat man das dem Film auch deutlich angesehen bzw. angehört.

Der Film handelt von einem Unternehmer (Max Evans), dessen Katzenfutterfabrik nicht richtig läuft. Durch die finanziellen Nöte beginnt er mit seinem treuen Helfer mit Gasmaske (Nils Henftling) seine Mitarbeiter zu töten, um sie zu Katzenfutter zu verarbeiten. Durch verschiedene weitere Charaktere und Nebenhandlungen ist die eigentlich simple Geschichte aber ziemlich verwirrend dargestellt, worunter auch die Spannung leidet. Oft werden Handlungsfäden aufgenommen und dann nicht zu Ende gebracht. Das der Ton noch nicht final ist, merkt man in jeder einzelnen Szene. Oft setzt die Musik unvermittelt ein oder bricht ab, manche Dialoge versteht man nicht richtig. Der Schnitt ist ebenfalls noch sehr unfertig, es fehlt besonders bei Actionszenen das richtige Timing. Beides zusammen machen die Atmosphäre doch ziemlich zunichte und lassen den Film sehr amateurhaft wirken.

Dabei hat der Film durchaus Potential. Optisch sieht er ziemlich gut aus. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr ordentlich, besonders Max Evans spielt großartig, ebenso wie Anthony Straeger, den man auch in ‚Beyond Fury‘ beim WoF 2019 sehen konnte. Die Musik stammt von Timo Rose selbst (bekannterweise ist er neben seinem Filmschaffen auch als Musiker tätig) und ist ziemlich cool und atmosphärisch.

In einem Punkt kann der Film definitiv überzeugen: die sehr guten und handgemachten Splattereffekte sind äußerst brutal. Besonders eine Szene ist so widerlich und ekelhaft, dass sie einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Außerdem wette ich, dass der Film in dieser Form niemals eine FSK Freigabe bekommen wird. Für Freunde der gepflegten Splatterunterhaltung wird auf jeden Fall etwas geboten.

Einer der Gründe warum sich der Film so lange verzögert hat, ist dass der Regisseur des Originals Ted V. Mikels beim Remake als Produzent beteiligt war, während der Produktion aber leider verstorben ist. Der Film wurde teilweise in Deutschland und teilweise in den USA gedreht und das Material aus den USA wurde nach seinem Tod erst mal unter Verschluss gehalten.

Wie gesagt, der Film hat Potential und wenn beim Schnitt und Ton noch einiges überarbeitet wird, kann daraus noch ein richtig guter Film werden. An der wirren und trashigen Handlung wird sich zwar sicherlich nichts ändern, das ist bei einem Splatterfest ja aber auch nicht so wichtig. In der beim WoF gezeigten Vorabfassung kann der Film aber nicht überzeugen. Ich schaue mir aber gerne irgendwann die finale Fassung an und werde dann das Ganze noch mal beurteilen.

Fazit: Gute Schauspieler, krasser Splatter aber wirre Handlung und unfertiger Schnitt und Ton. In dieser Vorabfassung nicht zu empfehlen. Ich lasse mich aber gern irgendwann vom fertigen Film überzeugen.

Filminfo:
OT: The Corpse Grinders; Deutschland, USA 2019; Regie: Timo Rose; Darsteller: Anthony Straeger, Enya Maria Tames, Max Evans, Nils Henftling, …

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
ofdb.de imdb.com

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