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[Review] Ghost Master

Akira Kurosawa (aber nicht DER Akira Kurosawa) ist ein Nachwuchsregisseur und arbeitet gerade als Assistant Director am Set einer schnulzigen Mädchen-Manga-Verfilmung. Eigentlich möchte er aber sein eigenes Drehbuch, dass er immer bei sich trägt, mit dem Namen „Ghost Master“ verfilmen. Es soll ein Horrorfilm werden, eine Hommage an den Meister Tobe Hooper.
Nach dem es bei den Dreharbeiten drunter und drüber geht, entwickelt sein Drehbuch im wahrsten Sinne des Wortes ein Eigenleben. Das Buch wird zu einer Art Necronomicon und verwandelt den Hauptdarsteller in ein Monster. Die restlichen Crewmitglieder erkennen schnell, dass sie nun am Set gefangen sind und es nur eine Möglichkeit gibt zu entkommen: der Film „Ghost Master“ muss realisiert werden!

Man kann ‚Ghost Master‘ schon fast als typischen durchgeknallten japanischen Film bezeichnen. Die Mischung aus Horror und Komödie in Verbindung mit einer absurden Geschichte, viel Splatter und grotesken Masken erinnert an Werke wie The Machine Girl oder Kodoku Meaball Machine. Solche japanischen Fun-Splatter-Filme gibt es viele, aber bei weitem nicht alle sind gelungen.

Bei diesem Film ist die grundlegende Story, die Idee dahinter, ziemlich kreativ und interessant. Sie erinnert an One Cut of the Dead und auch „Evil Dead“, ist aber schon sehr eigentständig. Das Problem ist aber, dass sich die Story zieht und auch nicht so richtig spannend wird.

Die Splattereffekte sind zahlreich, kreativ und ziemlich blutig. Teilweise handgemacht, teilweise mit CGI aufgepeppt, sehen sie sehr witzig aus, als Splatterfan kann man sich da nicht beschweren. Auch die Schauspieler sind okay und overacten sehr passend. Das Problem am Film ist der Humor, dieser Punkt ist aber natürlich Geschmackssache. Nicht nur an dem Drehbuch, dass an das Necronimcon erinnert und an der abgetrennten Hand die herumläuft wird die Nähe zu „Tanz der Teufel 2“ deutlich. Besonders am Humor erkennt man Ähnlichkeiten. Denn wie bei Evil Dead 2 und 3 besteht der Humor hier aus Slapstick und wirkt extrem lächerlich. Meinem Geschmack nach zu lächerlich, geradezu peinlich. Wem allerdings Evil Dead 2 und 3 gefällt, der dürfte auch mit „Ghost Master“ seinen Spaß haben.

Fazit: Guter Japan-Fun-Splatter, allerdings mit grenzwertigem Humor.

Der Film läuft als Deutschlandpremiere beim 21. JFFH und kann dort noch bis zum 02.09.2020 online angesehen werden.

Filminfo:
OT: ゴーストマスター; Japan 2019; Director: Paul Young; Darsteller: Mizuki Itagaki, Takahiro Miura, Riko Narumi, …

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
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