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[Review] Mordkommission Calw – Schattenkrieger

Nach 8 „Tatort Calw“ Filmen aus der schwäbischen Independent Filmschmiede Mania Pictures, ist es nun endgültig aus mit der Reihe! Auf „sanften, anwaltlischen Druck der ARD“ hin, dürfen sie für ihre Action-Krimis nicht mehr das Wort „Tatort“ im Titel verwenden. Statt dessen läuft der neueste Film nun unter dem Titel „Mordkomission Calw“.

Inhaltlich ist zum Glück alles beim Alten geblieben: eine spannende Thriller-Story, viel Action, liebenswert-trottelige Ermittler und eine große Portion Humor prägen den Film.

Das Drehbuch stammt wie immer von Regisseur und MP Mastermind Armin Schnürle, musste allerdings in letzter Minute umgeschrieben werden. Da der geplante Hauptdarsteller kurzfristig absagen musste, sprang der MP Stammschauspieler Markus Kiefer ein. Die Story wurde daraufhin an ihn und eine DDR Hintergrundgeschichte angepasst.

Markus Kiefer spielt einen eigentlich unauffälligen Mann der eines Abends einer Frau zu Hilfe eilt, die von zwei Kerlen belästigt wird. Nach dem er selbst etwas auf die Hucke kriegt, tickt er auf einmal aus und prügelt die Angreifer Krankenhausreif, einer von ihnen stirbt sogar. Dass es Notwehr war liegt zwar auf der Hand, trotzdem ermittelt die Polizei auf Grund des brutalen Vorgehens. Kurz darauf wird der Mann von zwei Killern angegriffen, kann aber auch diese ohne Probleme auslöschen. Woher die Killer kamen und was es mit seinen Kräften auf sich hat ist ein Rätsel, es hängt aber scheinbar mit einem Unfall in seiner Kindheit zusammen, vor dem er sich an nichts erinnern kann.

Die Story ist wie immer sehr spannend und wendungsreich, zwar an manchen Stellen auch übertrieben und unrealistisch aber erinnert doch insgesamt mehr an einen Hollywood-Thriller als an einen Sonntagabend TV-Krimi.

Markus Kiefer, den ich für den besten Schauspieler der MP Stammbesetzung halte, überzeugt wieder einmal auf ganzer Linie. Zwar ist er zur Abwechslung mal nicht der Bösewicht, dennoch kann er sich von seiner psychopathischen Seite zeigen. In Gastrollen sind wieder Tilo Prückner, Annika Strauss und Markus Hettisch zu sehen, sehr gut!

Die restlichen Schauspieler sind die Mania Picture Stammdarsteller und können ebenfalls überzeugen. Man merkt, dass sie keine professionellen Schauspieler sind, doch sie sind allesamt sympathisch und mit Spaß bei der Sache.

Der Rest vom Film ist technisch gesehen (Kamera, Ton, Drohnenaufnahmen, Schnitt) fast auf Kinoniveau. Man merkt dem Film kaum an, dass er eigentlich eine kleine Independent-Produktion mit geringem Budget ist. Auch die Musik von Markus Donner kann wieder überzeugen.

Die Kommissare Lola Kraft und Karl Jäger, stolpern wieder witzig und unprofessionell der Lösung des Falls entgegen. Der dritte Kommissar im Bunde, Frauenschwarm Frieder Pfeiffer, ist leider diesmal aus privaten Gründen nicht dabei, am Ende des Films wird aber seine Rückkehr im nächsten Teil vorbereitet.

Fazit: Wieder einmal ein großartiger Thriller mit viel Witz, Spannung und Independent-Charme von Mania Pictures. Großartig!

Filminfo:
OT: Mordkommission Calw – Schattenkrieger; D 2019; Regie: Armin Schnürle; Darsteller: Stefan Lörcher, Cathrin Di Stefano, Markus Kiefer, …

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
Bildquelle: https://shop.mania-pictures.de/wp-content/uploads/2019/04/TC9-Plakat_WEB_V04.jpg
mania-pictures.de imdb.com

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