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[Review] Beautiful, Goodbye

Dieser als „tragikomisches Zombie-Roadmovie“ angepriesene Film, läuft derzeit beim Nippon Connection Filmfestival und kann dort noch bis zum 14.09.2020 online angesehen werden, siehe https://nipponconnection.com/de/event/148/beautiful-goodbye.

Nun, die Bezeichnung „Zombie-Roadmovie“ ist schon passend, könnte aber falsche Erwartungen wecken. Weder ist es ein Zombie-Horror-Film im Sinne eines „Dawn of the Dead“, noch ein Action-Film à la „Mad Max“. Vielmehr geht es in „Beautiful, Goodbye“ um zwei Menschen auf einer Reise ohne konkretes Ziel, auf der Flucht vor der Realität, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens (so abgedroschen das auch klingen mag – es passte nie besser).

Da wäre zum einen der junge Mann Daisuke: im wahren Leben sehr introvertiert, kann er sich nur im Internet in seiner Tätigkeit als Blogger richtig ausdrücken. Er ist auf der Flucht vor der Polizei, da er kürzlich einen Mord begangen hat. Als er ausversehen die junge Frau Natsuko anfährt, ist er sehr überrascht als sie einfach wieder aufsteht und bei ihm mitfahren will. Sie ist kürzlich verstorben, aus irgendeinem Grund wieder zum Leben erwacht (als eine Art Zombie – allerdings kann sie denken und reden) und ist nun auf der Flucht vor ihrem Verlobten.

Auf ihrer Reise lernen sie sich immer besser kennen, ebenso wie der Zuschauer die beiden sympathischen und herzensguten Menschen mit ihren tragischen Hintergrundgeschichten kennen lernt. Es enwickelt sich so etwas wie eine Romanze und der schüchterne Daisuke, der zu Beginn kaum ein Wort ohne Stottern heraus bringt, kann sich immer mehr öffnen. Es wird deutlich, dass die beiden zum ersten mal eine Person kennengelernt haben, die sie als Freund betrachten und der sie richtig vertrauen können.

Der Film ist sehr ruhig gedreht, auch Musikuntermalung gibt es kaum. Die Schauspieler sind super und vermitteln ihre außergewöhnlichen Figuren auf sehr natürliche und glaubwürdige Weise. Der Film ist ein herzzereissendes und ungewöhnliches Drama und insgesamt wunderschön, wenn auch mit fast zwei Stunden ein wenig lang. Nur nochmal als Warnung: wer auf Grund von „Zombie-Roadmovie“ an Action, Grusel oder Spannung denkt, ist hier an der falschen Adresse.

Fazit: Eindringlich gespieltes und toll inszeniertes Drama um zwei Menschen auf der Flucht vor der grausamen Realität. Sehenswert!

Filminfo:
OT: ビューティフル、グッバイ; Regie: Eiichi Imamura; Japan 2019; Darsteller: Yusuke Takebayashi, Bi Yo, Koki Nakajima, …

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
Bildquelle: nipponconnection.com

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