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[Review] Iron Sky – The Coming Race

Das Independent Projekt Iron Sky hatte eine sehr gute Idee für einen Trash-Film: Nazis die auf der dunklen Seite des Mondes eine geheime Basis gebaut haben um im Jahr 2018 die Erde zu überfallen! Dazu ist der Film technisch sehr hochwertig umgesetzt, besonders die Computer-Effekte sehen für einen „billigen“ Film unverschämt gut aus. Inhaltlich konnte er aber leider nicht ganz überzeugen: die Geschichte ist etwas verworren, die Gags nur selten lustig. Als eine Fortsetzung angekündigt wurde, stellte sich also die Frage ob es den Machern um Regisseur Timo Vuorensola diesmal gelingt, den Film besser umzusetzen.

Bereits vor ein paar Jahren wurde ein erster Teaser veröffentlicht, seit dem ist bereits klar, dass den Machern die verrückten Ideen noch lange nicht ausgegangen sind. Wo sonst kann man Hitler auf einem Tyrannosaurus Rex reiten sehen? Die Story von Teil 2 spielt einige Zeit nach den Geschehnissen in Teil 1: durch den Atomkrieg ist die Erde verwüstet, die restlichen Menschen haben sich in die Mondbasis geflüchtet, die nun nicht mehr den Nazis gehört. Allerdings gibt es auf dem Mond kaum noch Ressourcen, die Menschen leben in Armut. Obi, die Tochter der ehemaligen Mondnazikolonieführerin Renate (Julia Dietze), erfährt von Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier), dass auf der Erde unter der Erdoberfläche ein geheimes Volk von Echsenmenschen lebt. Zusammen mit einem Russen unternimmt sie eine Expedition zur Erde um die Energiequelle der Vrils genannten Echsenwesen zu stehlen.

Ihr seht schon, die Geschichte ist noch trashiger als im Vorgänger, was schon sehr erstaunlich ist. Glücklicherweise ist sie aber durchaus zusammenhängend und relativ spannend erzählt. Soweit so gut und besser als Teil 1. Allerdings hat ‚The Coming Race‘ das gleiche Problem wie der Vorgänger: er ist als Komödie angelegt, dabei aber nicht lustig. Die Gags zünden einfach nicht. Dass der Russe ein Nokia 3210 aus seiner Tasche holt und Snake spielt, ist vielleicht ein bisschen erheiternd, aber bringt kaum jemanden zum Lachen. Der Film wäre gern eine Komödie, wirkt dabei aber total verkrampft. ‚Iron Sky 2‘ wäre besser und sogar ein richtig guter Trashfilm, wenn die peinlichen Witz-Versuche aus der Fips Asmusen Kalauer Werkstatt weggelassen worden wären.

Denn wie gesagt, der Rest ist eigentlich gut gemacht und der Film ist auf jeden Fall besser als stümperhafter möchtegern Trash wie ‚Sharknado‘. Die Schauspieler sind okay, die Effekte sind wieder Top und die Musikuntermalung weiß zu gefallen. Auch die Handlung passt – wer so einen Film kuckt, erwartet natürlich keinen Anspruch. Die Verarbeitung der Verschwörungstheorien um die Echsenmenschen ist auch sehr interessant. Schaut man sich mal auf Youtube zu dem Thema um, scheint es tatsächlich Menschen zu geben, die an so einen Schwachsinn glauben.

Nun gut, besser als Teil 1 ist er schon mal. Jetzt bin ich gespannt wie das China Remake von ‚Iron Sky‘ umgesetzt wird.

Fazit: Gut gemachter Verschwörungs-Science-Fiction-Trash aber leider nicht lustig.

Filminfo:
OT: Iron Sky: The Coming Race; Finnland, Deutschland, Belgien 2019; Regie: Timo Vuorensola; Darsteller: Lara Rossi, Vladimir Burlakov, Udo Kier, Julia Dietze, …

Die Rechte aller verwendeter Bilder (Filmplakate, Cover, Screenshots) liegen bei den jeweiligen Filmmachern/Publishern und werden von dieser Seite als Bildzitat verwendet um das Review zu untermauern.
Bildquelle: https://www.imdb.com/title/tt3038708/mediaviewer/rm3212078592
ofdb.de imdb.com

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